Im Zweiten Weltkrieg wurde die Hamburger Nikolaikirche nahezu völlig zerstört, nur der Turm, die Gewölbekeller und einige Außenmauern des Schiffes blieben stehen. Noch heute erinnert die Ruine als Mahnmal an die Opfer der weltweiten Katastrophe. Im Rahmen eines beschränkten Wettbewerbs haben die BRT-Architekten 1997 einen Veranstaltungsraum entworfen, der sich harmonisch in die verbliebene Bausubstanz einfügt. Der Plan, der mit dem ersten Preis prämiert wurde, sieht eine Holzkonstruktion im Bereich des ehemaligen Chores vor. Acht Bögen fassen den Raum ein. Umhüllt wird der Pavillon von einer Glasfassade, die den Blick auf die Reste des alten Gebäudes freigibt. So entsteht innerhalb der Ruine ein neues Ganzes. Die leichte Konstruktion, die sich in Maß und Zahl an der Geometrie des vormaligen Kirchenschiffs orientiert, kann jederzeit wieder abgebaut werden und hinterlässt an der Ruine keine Spuren. In dem Pavillon könnten einmal Vorträge, Lesungen, Konzerte, Andachten und andere Veranstaltungen stattfinden.